Arbeitsmarktchancen von Migranten in Europa: Analysen zur by Andreas Herwig

By Andreas Herwig

Andreas Herwig analysiert auf foundation der Europäischen Arbeitskräfteerhebung (EU-LFS) die Arbeitsmarktchancen von Einwanderern in 18 westeuropäischen Ländern. Er untersucht, ob eher die Herkunft der Personen oder die Herkunft ihrer Bildung appropriate für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration ist und geht der Frage nach, inwieweit landes- und gruppenspezifische Bildungsverwertungschancen durch die Stratifizierung und Berufsfachlichkeit der Bildungssysteme der Aufnahmeländer geprägt werden. Die Ergebnisse liefern Erklärungen für ethnische Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt und bieten einen Beitrag zur Diskussion um den Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf Arbeitsmarktchancen.

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Sie kann sich beispielsweise in der Entscheidung äußern, einem Migranten ein geringeres Einkommen auszuzahlen als einem Einheimischen oder darin, bei einer Neubesetzung eines Arbeitsplatzes eine bestimmte Migrantengruppe zu meiden. 2 Institutionelle Rahmenbedingungen Zur Analyse ethnischer Unterschiede sowohl auf einem einzelnen Arbeitsmarkt als auch bei einem zwischenstaatlichen Vergleich, ist nicht nur die Berücksichtigung individueller Faktoren ratsam, sondern auch nationaler institutioneller Rahmenbedingungen der Aufnahmeländer (Coleman 1990; Crul/Vermeulen 2003; Reitz 1998).

Neben dieser Verbindung zwischen Bildungssystem und Arbeitsmarkt beeinflusst die Struktur und der Zustand des Arbeitsmarkts die Arbeitsmarktintegration. Des Weiteren haben sowohl die Struktur des Wohlfahrtsstaats als auch die Ausgestaltung der nationalen Integrationspolitik spezifische Auswirkungen auf ethnische Arbeitsmarktungleichheiten. Diese weiteren Rahmenbedingungen werden nun behandelt. Das Vorgehen entspricht dem bisherigen: Zunächst wird der Einfluss des institutionellen Kontexts auf die Arbeitsmarktintegration im Allgemeinen dargestellt und anschließend erläutert, was dies für die beiden Migrantengruppen – Bildungsinländer und Bildungsausländer – bedeutet.

Die soziale Herkunft hat also direkte Auswirkungen auf die frühkindliche Entwicklung, diese auf die Schulleistungen und diese auf die Bildungskarriere (Beicht/Granato 2010). Aber auch unabhängig von der schulischen Leistung wird sich die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Schulübergangs zwischen Gruppen unterschiedlicher sozialen Status unterscheiden, aufgrund sogenannter sekundärer Effekte (Jackson et al. 2012). Sie beruhen auf dem sozialen Status der Eltern und zeigen sich in einer unterschiedlichen Bildungsplanung und somit in unterschiedlichen Bildungsentscheidungen.

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