»Alltagswelten« obdachloser Frauen: Theaterpädagogik als by Almut Kipp

By Almut Kipp

Obdachlose Frauen stellen noch immer ein soziologisch schwer fassbares Phantom dar, bewegen sie sich in ihrem täglichen Daseinskampf doch mehr oder weniger anonym innerhalb unserer Gesellschaft. Einige sammeln Pfandflaschen, andere durchforsten die Abfallcontainer in den Hinterhöfen der Lebensmittelfilialen. Bisweilen tauchen sie in niederschwelligen Hilfeeinrichtungen auf, bleiben ansonsten aber unsichtbar…

Ausgehend von stadtsoziologischen Raum- und Aneignungsstrategien werden – neben rechtlichen Problematiken - die weibliche Wohnungs-/ Obdachlosigkeit im Sinne des Lebenslagen-Ansatzes untersucht, wobei ihre spezifischen Lebensverhältnisse und subjektiven Deutungsmuster ebenso wie ihre Überlebens- und Bewältigungstaktiken innerhalb realer „Alltagswelten“ als ein Strukturmerkmal für die gesellschaftliche und geschlechtsspezifische Ver-teilung von Chancen und Risiken analysiert werden.
Ferner wird der Frage nachgegangen, ob über Theaterpädagogische Ansätze eine (Re)Integration obdachloser Frauen als Repro-duktion der sozialen und geschlechtlichen Ordnung erreicht werden kann.

Show description

Read Online or Download »Alltagswelten« obdachloser Frauen: Theaterpädagogik als Methodik der (Re)Integration PDF

Similar german_16 books

Schalt- und Ausgleichsvorgänge in elektrischen Netzen (German Edition)

Das Buch liefert das physikalische knowledge bei der Planung und Berechnung von elektrischen Netzen. Es hilft zum Verständnis und sinnvollen Einsatz der eingesetzten software program bei der Durchführung von Netzsimulationen. Zur Grundlage werden dabei Beispiele aus der Praxis gelegt. Ausgehend von der Darstellung der Betriebsmittel, werden die unterschiedlichen Netzvorgänge dargestellt: Ausbreitung von Wanderwellen, Ein- und Ausschaltvorgänge in Netzen, Eintreten von Kurzschlüssen und Ferroresonanzen.

Perlen und Freundschaft

Книга на немецком по бисероплетении.

Naturrecht und Kirche im säkularen Staat

Welches sind die geistigen und ethischen Grundlagen, in denen unser Gemeinwesen wurzelt? Aus welchen moralischen Ressourcen lebt der moderne säkulare Staat zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Nach dem bekannten Wort Ernst-Wolfgang Böckenfördes sind es „Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“.

Zwischen Dokumentar- und Spielfilm: Zur Repräsentation und Rezeption von Hybrid-Formen

Der Band leistet eine umfassende textual content- und Kontextanalyse der Herstellung, Gestaltung und Rezeption von Hybridformen von Gattungen mit dem Fokus auf Dokumentarfilm und Spielfilm. In drei Schritten erfolgt eine Annäherung an Mischformen von filmischen und fernsehspezifischen audiovisuellen Texten. Zunächst wird dabei die historische Entwicklungslinie von Formen anhand von Beispielen und mithilfe theoretischer Ausführungen expliziert.

Additional info for »Alltagswelten« obdachloser Frauen: Theaterpädagogik als Methodik der (Re)Integration

Sample text

D. R. V. 2012, o. ). So findet man in den Wohnungsnotfall-Unterkünften für Frauen eine bunte Mischung von Personen, die nach ihrer Entlassung aus dem Strafvollzug hier ihre erste Bleibe finden, Frauen mit Suchterkrankungen und Drogenabhängigkeit, verhaltensauffällige Frauen, die sich sozialer Integration verweigern oder dazu nicht in der Lage sind, Frauen mit gesundheitlichen oder psychischen Erkrankungen (ca. ein Drittel mit gravierenden psychischen Problemen) und Frauen mit 46 erheblichen Mehrfachbeeinträchtigungen (vgl.

Die Tatsache, dass bedarfsgerechte Hilfeangebote noch immer nicht flächendeckend in genügender Anzahl vorhanden sind, sich teilweise im Aufbau befinden und viele erst in die Regelpraxis umgesetzt werden müssen und es lange Wartezeiten bei der Aufnahme in Therapie- und Reha-Maßnahmen gibt, führen oft zu einer dramatischen Zuspitzung der Notlage obdachloser Frauen. 5. Ursachen der Wohnungsnot und ihre subjektiven Deutungsmuster In ihrem Forschungsbericht4 aus 2005 beschäftigten sich Enders-Dragässer und Sellach mit den subjektiven Deutungsmustern obdachloser Frauen im Kontext des Lebenslagenansatzes.

Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen weisen seit Jahren immer wieder auf die Schweregrade, die langfristigen, vor allem psychischen Folgen für den weiteren Lebensverlauf betroffener Frauen und die Notwendigkeit, häusliche Gewalt 48 auf breiter Ebene präventiv zu bekämpfen, hin (vgl. Brückner 2002: S. 23). Frauen „flüchten“ - vor allem bei latentem Wohnungsverlustübergangsweise zu Bekannten/ Verwandten oder in Frauenhäuser, werden als Obdachlos oft erst gar nicht erfasst (vgl. 29). Gelingt Frauen die Loslösung aus einer gewaltbelasteten Partnerschaft, sind viele von ihnen in besonderer Weise auf Sozialtransfers angewiesen, wenn sich die Grundlagen ihrer Existenzsicherung oder ihrer Einkommenssituation dramatisch mit der Loslösung verändert.

Download PDF sample

Rated 4.54 of 5 – based on 30 votes